Hautkrebs ist ein Oberbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen der
Haut. In der Umgangssprache wird er oft gleichgesetzt mit dem malignen
Melanom. Je nach der entarteten Zellart kann man aber auch unterschied-
liche Hautkrebstypen unterscheiden.


Der am wenigsten bösartige Hautkrebs ist das Basaliom (Basalzellkarzi-
nom). Es streut nie in andere Organe, muss aber entfernt werden, da es
sonst ohne Rücksicht auf das umgebende Gewebe zerstörend weiter
wächst und große entstellende Geschwüre hervorrufen kann.


Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) kann streuen, ist aber weniger
gefährlich als das maligne Melanom. Beim Melanom, dem sogenannten
schwarzen Krebs, handelt es sich um einen aus den Pigmentzellen, oft
Muttermalen, hervorgehenden Tumor, an dessen Folgen früher viele Pa-
tienten starben. Heutzutage in Zeiten der Hautkrebsvorsorge hat dieser
Hautkrebs viel von seinem Schrecken verloren. Da durch die Vorsorge-
untersuchungen überwiegend die Anfangsstadien des Melanoms gefun-
den werden, sind die meisten Patienten mit der Ausschneidung des
Tumors geheilt.

Seit März dieses Jahres ist bei fast allen Krankenkassen für Versicherte
ab dem 20. Lebensjahr eine jährliche Hautkrebsvorsorgeuntersuchung als
Kassenleistung anerkannt. Diese jährliche Hautkrebsvorsorgeuntersuchung
ist dringend zu empfehlen, denn der Hautkrebs in allen seinen Formen ist
eine der am schnellsten zunehmenden Krebsformen überhaupt, und die
Früherkennung erhöht die Heilungschancen ungemein. Ursache vom Basa-
liom und dem malignen Melanom sind hauptsächlich Sonnenbrände im
Kindesalter. Das Plattenepithelkarzinom ist die Folge von zuviel UV-Best-
rahlung insgesamt und daher auch bevorzugt im höheren Lebensalter
zu finden.


Die Sonne ist nicht des Menschen Freund. Früher gab es unter Hautärzten
den schönen Spruch: „Die braune Venus von heute ist die Backpflaume
von morgen”. Heute müsste es heißen: „Die braune Venus (oder der brau-
ne Adonis) von heute ist der Krebspatient von morgen.